Februar 2023

Eine Meile für Inklusion

Eine barrierefreie Laufrunde, die symbolisch soziale Einrichtungen miteinander verbindet und zum Austausch einlädt, gibt es in Ulm-Wiblingen. Die „Einstein-Meile“ ist ein Resultat eines städtischen Konzepts, an dessen Umsetzung auch die Habila beteiligt ist.

Anfang 2020 fiel in Ulm der Startschuss für eine neue Kooperation: Sogenannte Teilhabeteams finden sich seither zu regelmäßigen Treffen zusammen. Zu deren festen Mitgliedern gehören neben Vertreter*innen der Stadt Ulm auch Repräsentant*innen der Eingliederungshilfe-Einrichtungen im jeweiligen Sozialraum und Menschen mit Behinderung, die dort leben.

Fünf Sozialräume hat die Stadt Ulm definiert und ein Fachkonzept zur Sozialraumorientierung in der Eingliederungshilfe erstellt. Leistungserbringer im Bereich der Eingliederungshilfe konnten sich um eine Kooperationsträgerschaft für die einzelnen Ulmer Sozialräume bewerben. Der Tannenhof Ulm erhielt zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz als Kooperationspartner die Zuschläge für die Sozialräume Ulm-Wiblingen und Ulm-Mitte-Ost.

Die damit verbundene Aufgabenstellung lautet, die Sozialräume inklusiv zu gestalten. Das städtische Fachkonzept der Sozialraumorientierung dient dabei als Basis für die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe vor dem Hintergrund des Bundesteilhabegesetzes. Ein Element dabei sind individuelle Fallberatungen aus dem Bereich der Eingliederungshilfe, anhand derer passgenaue Leistungen entwickelt und umgesetzt werden können, die sich am Willen und an den Stärken von Menschen mit Behinderung orientieren.

Darüber hinaus gehört aber auch die sogenannte fallunspezifische Arbeit zu den Aufgaben eines Teilhabeteams. Hierfür nehmen dessen Mitglieder die Potenziale des Stadtteils und dessen Ressourcen in den Blick. Nach der Analyse sollen in einem weiteren Schritt zum Quartier passende innovative Projekte ins Leben gerufen werden, um gemeinsam mit Menschen mit Behinderung ergänzende Hilfebausteine für den Sozialraum zu entwickeln und auszubauen.

Ein Ergebnis solcher Arbeit ist die „Einsteinmeile“. Finanziert von der Stadt Ulm und umgesetzt von der Habila und dem Sportverein TV Wiblingen verweisen mehr als 30 Schilder auf die Strecke entlang des Wiblinger Rings. Mit 4,219 Kilometern beträgt die Streckenlänge exakt ein Zehntel der klassischen Marathon-Distanz. Dies ist ein Verweis auf den stets im Herbst stattfindenden Einstein-Marathon in Ulm. Die Einsteinmeile soll laufbegeisterte Menschen auch dazu motivieren, sich für eine Teilnahme an den Laufstrecken bei dieser Veranstaltung fit zu machen.

Vor allem aber soll die ausgeschilderte Runde dazu beitragen, den Sozialraum Wiblingen für Menschen mit einem Assistenzbedarf weiterzuentwickeln. Die Idee hinter der Runde besteht darin, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung beim Laufen der Einsteinmeile begegnen und in Austausch kommen. Dafür verbindet die barrierefreie Strecke symbolisch soziale Einrichtungen, Schulen, Quartierstreffs und andere Anlaufstellen.

An der Strecke liegende Firmen, Vereine und Schulen sollen zukünftig als Sponsoren und Kooperationspartner für das Projekt gewonnen werden. Ehrensache, dass die Laufgruppe t-runners des Tannenhofs bereits auf der neu ausgeschilderten Strecke trainiert.

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