16. Mai 2019

Bildungshaus Tübingen eingeweiht

In Tübingen wurde am Dienstag, den 14. Mai 2019, das neue Bildungshaus eingeweiht. Die neuen Räumlichkeiten helfen, die starke Nachfrage nach den Bildungsangeboten der Habila in Tübingen zu bedienen, gleichzeitig setzt das personenzentrierte Konzept die kommende Entwicklung des BTHG um.

„Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderung im Rahmen der individuellen Interessen und Fähigkeiten dabei zu unterstützen, sich bestmöglich beruflich zu bilden und zu qualifizieren“ begrüßte Geschäftsführer Joachim Kiefer die Gäste. Das Bildungshaus steht für dieses Ziel. Denn nur mit einer entsprechenden Qualifizierung ist ein späterer Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt möglich. „Es gibt nach wie vor zu viele Hürden auf diesem Weg, unser Bildungshaus soll dazu beitragen, diese immer kleiner werden zu lassen“, führte Joachim Kiefer weiter aus. Neben den IHK-zertifizierten Qualifizierungsbausteinen zählen dazu auch erste Erfahrungen im Arbeitsleben. Für jeden Menschen bietet die Habila eine Vielzahl an Wegen: von der Zusammenarbeit mit den eigenen Werkstätten, über das Inklusionsunternehmen Insiva oder durch die vertrauensvollen Kooperationen mit langjährigen Partnern und Kunden.

„Unser Konzept im Bildungshaus fordert die Teilnehmer in Theorie und Praxis“ erklärte Simone Freund, Leitung Referat Berufliche Bildung und Qualifizierung. Neben sozialen Kompetenzen und allgemeinbildenden Themen sind dies vor allem die fachtheoretischen und fachpraktischen Inhalte. Diese werden durch Bildungsrahmenpläne vermittelt, welche sich an den Inhalten von anerkannten Ausbildungsberufen orientieren. „So stellen wir einen Bezug zum Gesamtsystem der Beruflichen Bildung her und sind anschlussfähig an dieses, ohne unser Kernelement, die Personenzentrierung, zu vernachlässigen“, schilderte Simone Freund die Vorteile des Konzeptes. Mit dem Einsatz von Tablets werden zudem die Rahmenbedingungen in mehreren Bereich verbessert. Neben spielerischem Lernen kann so auch individuell auf Leistungsunterschiede eingegangen werden, oder anhand installierter Apps auf das jeweilige Berufsfeld und die zunehmende Digitalisierung vorbereitet werden. Das Bildungshaus steht auch den Beschäftigten aus den Werkstätten zur Verfügung, um lebenslanges Lernen umsetzen zu können. Damit wird die Möglichkeit geboten, über Qualifizierungsbausteine Teilqualifizierungen zu absolvieren.

Friedrich Haselberger, Bereichsmanager Werkstätten und Service, stellte in seinem Beitrag eine besondere Kooperation vor, die mit dem Bildungshaus startet. Durch einen Impuls des Landratsamtes Tübingen haben die Habila und die Tübinger Gesellschaft für Sozialpsychiatrie und Rehabilitation (TGSR) ein Konzept entwickelt, das das Thema „Inklusiver Arbeitsmarkt“ in Tübingen in den Fokus stellt. Die Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Namen „Flexible Arbeits- und Praktikumsbetreuung“ beinhalten im Kern die überbetriebliche Qualifizierung im Bildungshaus, Hospitation und Praktika zur Berufsorientierung in Betrieben oder Institutionen des allgemeinen Arbeitsmarkts sowie bei Bedarf eine weitere Begleitung nach Abschluss der Maßnahme. Die Habila kann durch die Kooperation mit der TGSR das Angebot auch für Menschen mit psychischer Erkrankung öffnen.

Im Anschluss an die Begrüßungsreden konnten sich die Gäste bei Kaffee und Kuchen von der Insiva an Lernstationen über die verschiedenen Elemente der Bildungskonzeption informieren. Dort standen die verantwortlichen Mitarbeiter der Habila und des Kooperationspartners TGSR den Gästen für Fragen zur Verfügung. Zusätzlich zu den Themen aus den Begrüßungsreden wurden auch das Jobcoaching, die Qualifizierungsbausteine und der Ablauf vom BBB-Eingangsverfahren bis zum Abschluss vorgestellt.

 

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